Kimchi gesund? 7 spannende Fakten zum Ferment
Kimchi gesund? – diese beiden Wörter begegnen einem ziemlich schnell, wenn man sich mit fermentierten Lebensmitteln und Darmgesundheit beschäftigt.
Kimchi wird teilweise sogar als „Superfood“ für den Darm bezeichnet. Doch ist diese Bezeichnung wirklich gerechtfertigt?
Ich finde, wir müssen Kimchi gar nicht zum Wundermittel erklären, um es spannend zu finden. Hinter dem koreanischen Klassiker steckt eine traditionelle Art, Gemüse durch Fermentation zu verändern und haltbarer zu machen.
Schauen wir uns deshalb an, was Kimchi eigentlich ist, was während der Fermentation passiert und warum es eine interessante Ergänzung zu einer abwechslungsreichen Ernährung sein kann.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information rund um Ernährung und ersetzt keine medizinische oder individuelle Ernährungsberatung.
1. Was ist Kimchi eigentlich?
Kimchi stammt aus Korea und ist dort tief in der Esskultur verwurzelt.
Dabei bezeichnet Kimchi nicht nur ein einziges Rezept. Es gibt zahlreiche Varianten mit unterschiedlichen Gemüsesorten und Gewürzen.
Eine der bekanntesten Varianten wird mit Chinakohl hergestellt. Hinzu kommen je nach Rezept beispielsweise Rettich, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Chili, Salz und teilweise Fischsauce.
Deshalb ist übrigens nicht jedes Kimchi automatisch vegan.
Das vorbereitete Gemüse wird gewürzt und anschließend fermentiert. Dabei spielen unter anderem Milchsäurebakterien eine wichtige Rolle.

2. Kimchi entsteht durch Fermentation
Fermentation ist keine neue Erfindung der modernen Gesundheitsküche. Menschen nutzen Mikroorganismen schon seit sehr langer Zeit, um Lebensmittel zu verändern und haltbarer zu machen.
Bei der Milchsäuregärung werden Kohlenhydrate durch Mikroorganismen unter anderem in Milchsäure umgewandelt. Dadurch verändern sich Geschmack, Konsistenz und das Milieu des Lebensmittels.
Vielleicht kennst du dieses Prinzip bereits von Sauerkraut.
Auch Kimchi gehört zu den milchsauer fermentierten Lebensmitteln.
Wenn du genauer verstehen möchtest, wie dieser Prozess funktioniert, lies gerne meinen Beitrag „Fermentieren für Anfänger: So gelingt dein Einstieg“. Dort erkläre ich dir die Grundlagen Schritt für Schritt.
3. Kimchi gesund? Das steckt im fermentierten Gemüse
Wenn wir uns fragen, ob Kimchi gesund ist, sollten wir nicht nur auf die enthaltenen Mikroorganismen schauen.
Die Grundlage von Kimchi ist zunächst Gemüse.
Je nach Rezept können beispielsweise Chinakohl, Rettich, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer enthalten sein. Gemüse liefert unter anderem Ballaststoffe sowie verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
Welche Mengen tatsächlich enthalten sind, hängt von den Zutaten und der Herstellung ab.
Für mich ist genau das der entscheidende Punkt: Kimchi muss kein magisches „Superfood“ sein.
Es ist vielmehr eine spannende Möglichkeit, Gemüse abwechslungsreich in die Ernährung einzubauen.
4. Was haben Milchsäurebakterien mit Kimchi zu tun?
Während der Fermentation entwickeln sich verschiedene Mikroorganismen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Milchsäurebakterien.
Deshalb wird nicht pasteurisiertes Kimchi häufig im Zusammenhang mit dem Darmmikrobiom erwähnt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ein paar Löffel Kimchi deine Darmflora „reparieren“.
Unsere gesamte Ernährung spielt eine Rolle – darunter beispielsweise die Pflanzenvielfalt und Ballaststoffzufuhr. Kimchi kann ein Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein, aber eben nur einer von vielen.
Wenn dich dieses Thema interessiert, findest du in meinem Beitrag „Darmgesundheit verbessern: 7 einfache Tipps im Alltag“ weitere Informationen.
5. Was sagt die Forschung zu Kimchi?
Zu Kimchi und anderen fermentierten Lebensmitteln gibt es mittlerweile verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen.
Dabei werden unter anderem mögliche Zusammenhänge mit dem Darmmikrobiom sowie verschiedenen gesundheitlichen Parametern erforscht.
Die bisherigen Ergebnisse sind interessant, rechtfertigen aber keine pauschalen Versprechen.
Fermentierte Lebensmittel unterscheiden sich stark voneinander und auch unser Darmmikrobiom ist individuell. Deshalb würde ich Kimchi nicht als Lebensmittel darstellen, das Krankheiten verhindert oder den Darm „heilt“.
Viel sinnvoller finde ich:
Kimchi ist fermentiertes Gemüse und kann Teil einer abwechslungsreichen, pflanzenbetonten Ernährung sein.
6. Pasteurisiertes oder nicht pasteurisiertes Kimchi?
Wenn du Kimchi kaufst, lohnt sich ein Blick auf die Verpackung.
Bei der Pasteurisierung wird ein Lebensmittel gezielt erhitzt. Dadurch werden auch Mikroorganismen beeinflusst, die durch die Fermentation vorhanden sind.
Ein nicht pasteurisiertes Kimchi wurde nach der Fermentation nicht auf diese Weise behandelt.
Wenn du gezielt ein nicht pasteurisiertes Ferment suchst, solltest du deshalb auf die Herstellerangaben achten.
Wichtig sind außerdem die Lagerhinweise: Frisches, nicht pasteurisiertes Kimchi kann eine durchgehende Kühlung erfordern.
7. Auch bei Kimchi: Salz im Blick behalten
Bei aller Begeisterung für fermentiertes Gemüse sollten wir einen Punkt nicht vergessen:
Kimchi enthält Salz.
Wie hoch der Salzgehalt ist, unterscheidet sich je nach Rezept und Produkt. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Nährwerttabelle.
Ich sehe Kimchi ohnehin eher als würzige Beilage und nicht als riesige Gemüseportion.
Du kannst es beispielsweise zu Reis, Bowls, Gemüsegerichten, Tofu oder asiatischen Nudelgerichten kombinieren.
Schon eine kleine Menge bringt viel Geschmack auf den Teller.
Worauf solltest du beim Kimchi-Kauf achten?
Wenn du Kimchi nicht selbst herstellen möchtest, findest du mittlerweile verschiedene fertige Varianten.
Ich würde besonders auf vier Punkte achten:
- eine übersichtliche Zutatenliste
- pasteurisiert oder nicht pasteurisiert
- vegan oder mit tierischen Zutaten
- Salzgehalt und Lagerbedingungen
Und natürlich sollte es dir schmecken.
Denn ein Lebensmittel kann auf dem Papier noch so interessant sein – wenn du es nicht gerne isst, wird es wahrscheinlich keinen dauerhaften Platz in deinem Alltag bekommen.
Kimchi ausprobieren: Bio Kultur-Kimchi von Fairment
Wenn du Kimchi kennenlernen möchtest, aber noch nicht direkt selbst fermentieren willst, kannst du zunächst eine fertige Variante ausprobieren.
Eine Möglichkeit ist das Bio Kultur-Kimchi vegan von Fairment.
Laut Hersteller besteht es aktuell aus 92 % Chinakohl sowie Ingwer, Salz, Knoblauch, Paprika und Chilipulver.
Fairment gibt außerdem an, dass das Kimchi wild fermentiert, nicht pasteurisiert, vegan und aus Bio-Zutaten hergestellt wird. Auf Fisch- und Sojasauce wird bei dieser Variante verzichtet.
Der Salzgehalt liegt laut aktueller Herstellerangabe bei 2,2 g pro 100 g. Ich würde das Kimchi deshalb eher als würzige Beilage genießen.
Bio Kultur-Kimchi von Fairment ansehen
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Gerade wenn du noch nie Kimchi gegessen hast, finde ich eine fertige Variante praktisch. So kannst du erst einmal herausfinden, ob dir der säuerlich-würzige Geschmack überhaupt gefällt.
Und wenn dich danach die Lust aufs Selbermachen packt, kannst du dich an dein erstes eigenes Ferment wagen.
Häufige Fragen zu Kimchi
Ist Kimchi gut für den Darm?
Fermentierte Lebensmittel wie Kimchi werden im Zusammenhang mit dem Darmmikrobiom erforscht. Nicht pasteurisierte Varianten können lebende Mikroorganismen enthalten. Die Darmgesundheit hängt allerdings von der gesamten Ernährung und vielen weiteren Faktoren ab.
Ist jedes Kimchi vegan?
Nein. Traditionelle Varianten können beispielsweise Fischsauce enthalten. Es gibt jedoch auch rein pflanzliche Produkte. Das hier vorgestellte Fairment-Kimchi wird laut Hersteller vegan hergestellt.
Muss Kimchi gekühlt werden?
Das hängt vom jeweiligen Produkt ab. Beachte deshalb immer die Lagerhinweise auf der Verpackung. Das vorgestellte Fairment-Kimchi soll laut Hersteller nach Erhalt bei 2 bis 7 °C gelagert werden.
Fazit: Kimchi gesund genießen – ohne Superfood-Hype
Ist Kimchi gesund?
Für mich ist die bessere Frage: Kann Kimchi Teil einer abwechslungsreichen und bewussten Ernährung sein?
Ja.
Kimchi verbindet Gemüse mit einer traditionellen Fermentationsmethode und bringt einen ganz besonderen Geschmack auf den Teller.
Trotzdem müssen wir daraus weder ein Wundermittel für den Darm machen noch Kimchi jeden Tag essen.
Probier es aus, schau, ob es dir schmeckt, und entscheide selbst, ob es einen Platz in deinem Alltag bekommt.
Denn bewusst essen bedeutet für mich nicht, jedem neuen Superfood hinterherzulaufen – sondern Lebensmittel kennenzulernen, zu verstehen, was in ihnen steckt, und dann selbst zu entscheiden, was zum eigenen Leben passt.
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